C. Academy

Die C. Academy ist eine private Schule in Kasoa, ca. eine Autostunde entfernt von der Landeshauptstadt Accra.

Sie wurde 2002 von der Schulleiterin Josephine “Jayaliila” Wotortsi gegründet und ist autonom von Staat, Religion und sozialem Status. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass jedes Kind – unabhängig von Glaube oder der sozialen oder geographischen Herkunft – einen Zugang zu Bildung erhält.

Die Bildungseinrichtung besteht aus einer „Nursery“ – die der KiTa in Deutschland gleichzusetzen ist -, einem Kindergarten und einer Schule. Die Anzahl der Schüler und Lehrer unterliegt starken Schwankungen. Die hohe Fluktuation wird dabei insbesondere durch finanzielle Schwierigkeiten beeinflusst. Momentan besuchen ca. 60 Kinder und Jugendliche im Alter von einem bis 18 Jahren die Academy.

Finanzierung und Probleme

Da es sich bei der C. Academy um eine unabhängige Einrichtung handelt, stehen ihr keinerlei staatliche Zuschüsse zu. Daher erfolgt die Finanzierung vorrangig durch das Schulgeld, vereinzelte Spenden von Privatpersonen sowie gelegentlichen Besuchen von Volontären aus aller Welt.

Das grundlegende Problem besteht darin, dass sich viele Familien das Schulgeld auf Dauer nicht leisten können. Speziell seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 ist die Anzahl der Familien, die für ihr Kind bzw. ihre Kinder ein regelmäßiges Schulgeld zahlen können rapide gesunken. Tatsächlich ist es nur noch den wenigsten möglich, die 42-50 € pro Term (ca. 3 Monate) zu investieren. Dieser Betrag mag uns auf den ersten Blick nicht sonderlich hoch erscheinen, setzt man ihn jedoch ins Verhältnis zum Verdienst, der teilweise bei unter 2 €/Tag liegt und von dem eine ganze Familie ernährt werden muss, wird deutlich, wieso auch ein scheinbar niedriger Betrag Familien vor große Probleme stellen kann. In der Vergangenheit ist die Schulleiterin in solchen Fällen oft selbst eingesprungen und hat das Geld für einzelne Schüler aus eigener Tasche gezahlt. Doch durch die vielen, von der Pandemie bedingten Ausfälle ist dies natürlich nicht mehr möglich und die betroffenen Familien sind im schlimmsten Fall gezwungen, ihre Kinder wieder von der Schule zu nehmen.

Da es sich bei den Spenden bisher auch eher um sehr unregelmäßige Einkünfte handelt und auch nicht jedes Jahr Volontäre vor Ort sind, die die Schule pädagogisch und finanziell unterstützen, kam es in der Vergangenheit bei der Finanzierung der Unterkunft, der Lehrergehälter und der Verpflegung immer wieder zu Engpässen, die wiederum zu der bereits angesprochenen Fluktuation der Belegschaft führen. Diese Situation hat sich seit dem Beginn der Pandemie noch weiter verschärft.

Pädagogik

Vor der Gründung von plietsch e.V. hatten die Lehrer an der C. Academy in der Regel keinen klassischen pädagogischen Hintergrund. Meist waren es ehemalige Schüler oder Menschen, die ursprünglich aus einem ganz anderen Berufsfeld kamen. Dies hat sich im Laufe der letzten Jahre zunehmend geändert. Durch die Unterstützung von plietsch e.V. war es der Schulleitung möglich auch ausgebildete Lehrer anzustellen und diese an der Schule zu halten. Was alle Lehrenden gemein haben ist das Herzblut, welches sie in ihre Aufgabe investieren um ihren Schülern die bestmögliche Bildung zuteilwerden zu lassen. Aufgrund fehlender Materialien werden ihnen dabei jedoch immer wieder Grenzen aufgezeigt, die einen Unterricht wie wir ihn aus Deutschland kennen (noch) nicht ermöglichen.

Eine weitere Herausforderung stellt die Vielzahl an Sprachen dar, die in Ghana gesprochen werden. Bei insgesamt 49 unterschiedlichen Sprachen finden sich unter den Schülern unweigerlich viele verschiedene Muttersprachen wieder. Um einen für alle einheitlichen Unterricht zu ermöglichen wurde Ghanas offizielle Amtssprache Englisch als „Schulsprache“ gewählt, in der alle Fächer unterrichtet werden.

Spendengelder

Die Verwendung der Spendengelder wird in enger Absprache mit der C. Academy bedarfsgerecht geplant. Für eine detaillierte Auskunft schaut doch auf unserer Spendenseite vorbei.